Internationales Symposium
-"Trostfrauen"-eine unendliche Geschichte

18. August 2018 von 10.00 bis 17.00 Uhr

Frauenmuseum, Bonn

 Das Symposium zielte darauf ab, es zu verdeutlichen, die "Trostrfrauen"-Thematik als ein internationales Thema zu zeigen.

 

Am Vormittag referierte zuerst Mina Watanabe, die Geschäftsführerin des WAM (Museum für Krieg und Frauenrechte) in Tokyo über den japanischen Geschichtsrevisionismus. Danach berichtete Phyllis Kim (KAFC, Korean American Forum of California) über die Erinnerungskultur für die Trostfrauen-Opfer und äußerte Bedauern über das Vorhaben des japanischen Botschafters in den USA, alle Denkmäler und Gedenktafeln bezüglich der "Trostfrauen"-Geschichte in den USA beseitigen zu lassen. Den dritten und letzten Vortrag des Vormitags hielt Griselda Molemans, niederlänsiche Journalistin, über die bisher unbekannte Geschichte der "Trostfrauen"-Opfer. 

Am Nachmittag erweiterte sich der Themenhorizent. Rintelen (Delphischer Rat) sprach von "Erinnerungskultur" allgemein, Doo hee lee (Nagoya, Japan) berichtete über Denkmäler in Japan. Pfarre Joo Hyung Lee (Suwon, Korea) hob den Fall hervor, dass die Tafelschrift entfernt wurde, und äußerte Sorge über die Unterdrückung der Meinungsfreiheit in Deutschland. Sanha Lee (Seoul, Korea), der in den achtziger Jahren wegen seines Gedichtbandes über die Massker auf der Insel Jeju durch die südkoreanische Regierung verfolgt wurde, zeigte auf, dass das Schweigen über vergangene Verbrechen wiederum ein Verbrechen gegen die gegenwärtige demokratische Ordnung bedeutet.