Pressemitteilung

Offener Brief an Bürgermeister von Dassel
Mitte, Berlin

... Das sitzende Mädchen trägt zwar eine koreanische Tracht. Aber die Geschichte, die sie in sich und weiter trägt, ist die von all den anderen hunderttausenden Mädchen und Frauen aus fünfunddreißig Staaten. Das „Trostfrauen“-System ist global gesehen ein einzigartiger Fall und ist daher gesondert zu betrachten. Dass der Korea Verband auf der Tafel auf den Mut der Überlebenden hinweist, ohne Namensnennung, verweist auf die noch nicht abgeschlossene Geschichte.

Position zu Berliner Fall

... Wir begrüßen, dass die Friedensstatue in der Hauptstadt, des seinerzeit mit Japan im Zweiten Weltkrieg verbündeten Deutschland aufgestellt wurde. Deutschland stellt sich seinen Kriegsverbrechen und gilt bei der Aufarbeitung der damaligen Vorgänge international als vorbildhaft. ...

Friedenstatue im Haus am Dom

Im Frankfurter Haus am Dom wird noch bis 14. Januar 2020 eine Skulptur des süd-koreanischen Künstlerehepaars Seo Kyung und Eun Sung Kim zu sehen sein.

"Diese 'Mädchenstatue für den Frieden' erinnert an das Leid hunderttausender Mädchen und junger Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs von der japanischen Armee im gesamten Asien-Pazifik-Raum als sog. 'Trostfrauen' in Armeebordellen in die Sexsklaverei gezwungen wurden.

So wie Gewalt gegen Frauen zeit- und grenzenlos ist, so wenig darf es Grenzen geben für die Erinnerung und das Mahnen. Das Mahnmal ist in seinem Gedenken an die Opfer dieses unmenschlichen institutionalisierten Kriegsverbrechens ein Aufruf zum Frieden in Solidarität mit allen Opfern sexueller Gewalt überall auf der ganzen Welt."