Pressemitteilung: Friedensstatue in Berlin 5. Oktober 2020

Am 28. September 2020 wurde im Berliner Stadtbezirk Moabit eine „Mädchenstatue für den Frieden“(abgekürzt:

„Friedensstatue“) aufgestellt. Sie ist auf einem öffentlichen Platz zugänglich.

Die Statue weist auf hundertausende Frauen hin, die vor und im Zweiten Weltkrieg Opfer des japanischen Militarismus im Asien-Pazifik-Raum wurden und in ein organisiertes Sexsklavereisystem gezwungen wurden: vergewaltigt, misshandelt und auch getötet.

 

Wir begrüßen, dass die Friedensstatue in der Hauptstadt, des seinerzeit mit Japan im Zweiten Weltkrieg verbündeten Deutschland aufgestellt wurde. Deutschland stellt sich seinen Kriegsverbrechen und gilt bei der Aufarbeitung der damaligen Vorgänge international als vorbildhaft.


So hoffen wir, dass die Friedensstatue auch in weiteren europäischen Städten weiter errichtet wird und das Verlangen der Menschheit nach der Beseitigung der Gewalt gegen Frauen noch bewusster wird.


Die jetzige japanische Regierung hingegen gibt durch die Erklärung ihres Chefkabinettssekretärs bekannt, sich mit allen Mitteln für die Entfernung der Statue einzusetzen.


Es ist nicht neu, dass eine solche Äußerung nicht bloß eine diplomatische Kommentierung ist, sondern dass die japanische Regierung in der Tat auch durch ihr Botschaftspersonal in den entsprechenden Ländern aktiv wird. Belege hierfür gibt es ausreichend.


Es wirkt aber in Deutschland befremdlich, dass die Regierung eines ausländischen Staates, massiv gegen Projekte
direkt vorgeht, die von Initiativen vor Ort durchgeführt wurden und werden.

 

Die japanische Regierung bedauert die Aufstellung der Statue. Stattdessen sollte sie ihre Kriegsverbrechen bedauern und die entsprechenden Schritte unternehmen, um zu einer Versöhnung mit den Opfern zu kommen.


Wenn Japan die eigene Geschichte nicht annimmt, wird sie auch die Gegenwart nicht bewältigen können. Solche Schritte wie geschichtsrevisionistisch veranlasste Interventionen werden hier nur zu einer diplomatischen Isolierung der Regierung Japans führen.

Denn der Widerstand gegen die Verdrängung der Verbrechen der Vergangenheit ist längst da – auch im eigenen Land. Diese Stimmen sollte die japanische Regierung aufnehmen und von ihrem Kurs der Konfrontation abkommen, hin zu einem friedlichen Miteinander.


 

성명서 2020년 10월 5일

2020년 9월 28일, 베를린 모아비트 공공장소에 '평화의 소녀상'이 세워졌다.


이 소녀상은 2차세계대전 전부터 2차세계대전이 끝날 때까지 아시아 태평양 지역에서 일본군국주의에 희생된 수십만 여성들, 강제로 끌려가 성노예 피해를 당한, 강간당하고 학대받고 심지어는 죽임 당한 여성들을 기억하게 하는 작품이다.


우리는 이 소녀상이 2차세계대전 당시 일본의 동맹국, 독일의 수도에 선 것을 환영한다. 독일은 전쟁범죄를 회피하지 않고 과거의 일을 성찰하는 데 있어 국제적으로 모범적인 나라이다.


이를 계기로 유럽의 더 많은 도시에 소녀상이 세워지고 여성에 대한 폭력을 근절하기를 바라는 인류의 염원이 더욱더 의식에 자리잡게 되길 바란다.


하지만, 현재 일본정부는 관방장관 발표를 통해 소녀상이 철거되도록 모든 방법을 동원하겠다고 공언했다. 단순히 외교적 언급이 아니라 실제로 일본 정부가 해당 국가의 공관을 통해 방해를 해 온 것은 새로운 일이 아니다. 이에 대한 증거 또한 충분히 있다.


외국 정부가 현지 주민들이 주도하여 진행한 프로젝트에 대해 전면적으로 반발하고 나섰고 지금도 그렇게 하는 것은 독일에서는 적절하지 않은 일이다.

 

일본정부는 소녀상건립을 두고 유감이라고 한다. 하지만 일본정부는 과거의 전쟁범죄를 유감으로 생각하여야 할 것이며 희생자들과 화해하기 위해 상응하는 발자국을 내디뎌야 할 것이다. 일본이 자신들의 역사를 인정하지 않는다면 현재의 요구 또한 제대로 감당하기 힘들 것이다. 역사수정주의에 기인한 개입들은
일본정부의 외교적 고립을 초래하게 될 것이다.


과거의 범죄를 은폐하려는 시도에 대해서는, 일본 자국 내에서도, 이미 오래 전부터 반발이 있어 왔기 때문이다. 일본 정부는 그러한 목소리에 귀기울이고 대립을 중단하며 평화로운 공존을 향해 나아가야 할 것이다